May, Juliet – Askeria. Hüter des Seelenfeuers [Rezension]

Rezensionsexemplar

Buchdetails

Ersterscheinung: 10. Juli 2020 | Genre: Dark Fantasy | Seiten: 588 | Einband: Taschenbuch | Preis: 15,99 € | Weitere Bände der Reihe: Askeria. Die letzte Generation; Askeria. Stadt der Fragmente | Interaktive Leserunde: Trüffeljagd |

Inhalt

 „Ich bin gefangen in einer nicht enden wollenden Gegenwart, während man mir die Vergangenheit entrissen hat. Gewaltsam? Nein, freiwillig. […] Die Zeit ist mein Gefängnis.“

Juliet May

Nach der ungeheuerlichen Offenbarung über die Voraussetzung von Lycenars Befreiung, klammern sich Piara und Souta an das letzte bisschen Hoffnung, das ihnen bleibt, ihr Schicksal zu wenden. Ihre einzige Chance auf Ineas Rettung besteht darin, dass Souta und seine Freundin Lia über ihr Seelenfeuer ein Band schmieden, das ihre Seele und ihren Geist auf ewig eint. Die damit einhergehende Möglichkeit, sogar den Tod zu überwinden, hat allerdings einen hohen Preis, den die beiden bereitwillig in Kauf nehmen. Bis die Geschwister ihrem Bruder wieder gegenüberstehen, müssen sie allerdings noch einige weitere Herausforderungen, wie die Inhaftierung von Rigoras‘ Vater, bewältigen und auch Lycenar bleibt nicht tatenlos…

Meine Meinung

Mit „Hüter des Seelenfeuers“ ist es Juliet May wieder gelungen mich restlos zu begeistern! Der Einstieg in das Geschehen ist mir sehr leichtgefallen, was zum einen daran liegt, dass die Handlung nahtlos an Band 1 anknüpft. Zum anderen hat mich Juliets flüssiger und bildgewandter Schreibstil schnell gefangen genommen, der sich seit dem ersten Teil sogar noch gesteigert hat. Wie es ihr gelingt, die Perspektive zwischen insgesamt 10 Charakteren wechseln zu lassen, sowie Rückblende- und Lyrikkapitel sinnvoll einzubauen, ohne dass es jemals unübersichtlich oder störend für mich als Leser geworden ist, hat mich schwer beeindruckt.

Von der komplexen und detailverliebten Welt, die mich im ersten Band bereits überzeugt hat, bekommt man in Band 2 noch mehr zu Gesicht, denn die Handlung spielt zu einem großen Teil auch in Malluma, dem dunklen Kontinenten des Planeten Xist, auf dem die Ceri leben. Hat man ihn in Band 1 noch allein von seiner negativen Seite kennengelernt, merkt man insbesondere durch Rückblenden zu der Zeit, die Souta dort verbracht hat, schnell, dass er viel mehr zu bieten hat. Ebenjene Rückblenden haben mir sehr gut gefallen, weil sie vieles erklären, was in Band 1 der Spannung halber offengeblieben ist. Man kann die Entscheidungen, die Souta treffen musste, dadurch besser nachvollziehen und lernt vieles über seinen Charakter, die Blutmagie, und den Plan, den er sich zur Rettung seines Bruders zusammen mit Lia ausgedacht hat. Lia ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen, weil sie Souta optimal ergänzt.

Im Mittelpunkt der Handlung steht die Beziehungen zwischen den Charakteren. Viele von ihnen treffen nach längerer Zeit erstmals wieder aufeinander, müssen wichtige Gespräche führen, die schon lange überfällig gewesen sind, und erst langsam wieder Vertrauen und Nähe aufbauen. Erstmals spielt auch die Elterngeneration eine größere Rolle. Die Perspektivwechsel erleichtern es ungemein die einzelnen Standpunkte zu verstehen, die aufeinandertreffen. Die Gefühle der Charaktere werden nachvollziehbar rübergebracht, wodurch man ihre Freude, Ängste, Zweifel, Wünsche, Trauer und Liebe sehr leicht mitfühlen kann. Ich habe Ineas‘ Perspektive am Anfang etwas vermisst, was meine Spannung aber nur ungemein gesteigert hat. Auch er wird ab der zweiten Hälfte des Buches durch Rückblenden in seine herzzerreißende Vergangenheit noch etwas greifbarer als in Band 1.

Im letzten Viertel wird es dann nochmal richtig actiongeladen, spannend und düster. Das Ende hat mich sprachlos und mit der großen Frage, wie ich die Wartezeit auf Band 3 danach bloß überbrücken soll, zurückgelassen. Große Leseempfehlung!

5/5

2 Gedanken zu “May, Juliet – Askeria. Hüter des Seelenfeuers [Rezension]

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