May, Juliet – Askeria. Die letzte Generation [Rezension]

Rezensionsexemplar

Buchdetails

Ersterscheinung: 13. September 2019 | Verlag: Nova Md| Genre: Dark Fantasy | Seiten: 560 | Einband: Taschenbuch | Preis: 14,99 € | Folgebände: Askeria. Hüter des Seelenfeuers; Askeria. Stadt der Fragmente |

Inhalt

Den Frieden wiederzufinden ist um ein Vielfaches schwerer, als einen Krieg zu beginnen — einen Krieg, der auf Unterschiedlichkeiten beruht, in einer Welt, in der nur noch bewertet, verurteilt und macht angestrebt wird.

Juliet May

Nachdem der Orden von Corasil die Menschheit vom gefährlichen Volk der Ceri befreit hat, hat er die alleinige Kontrolle über Recht und Ordnung übernommen. Doch das Leben in Frieden hat seinen Preis: Der Zugang zu bestimmten wissenschaftlichen Erkenntnissen ist verboten, das Hinterfragen der Ordenslehre ein gefährliches Unterfangen.

Die 14-jährige Piara versucht mit Hilfe ihrer beiden älteren Brüder Souta und Ineas alles, um ihre Hörner, ein unerklärliches Zeichen des längst vom Kontinent Mitaeria verbannten Volks der Ceri, zu verstecken, bis der Orden ihr auf die Spur kommt. Zusammen mit Souta gelingt ihr die Flucht, aber ohne Ineas wird dieser immer unnahbarer und lässt sie schließlich mit seinen Geheimnissen allein zurück. Auf ihrer Suche nach Antworten begegnet sie Rigoras, der nicht nur eine Verbindung zu ihren verstorbenen Eltern hat, sondern zudem das ihr zugemutete Schicksal teilt.

Meine Meinung

Juliet May konnte mich mit ihrem fesselnden, bildhaften Schreibstil von der ersten Seite an gefangen nehmen. Askeria ist definitiv kein Buch für Zwischendurch, denn dafür ist die Welt, die Juliet geschaffen hat, einfach zu komplex. Man lernt verschiedene Provinzen des Kontinents kennen, bekommt gelegentlich in Fußnoten Zusatzinformationen über das Sonnensystem des Planeten, die Funktionen der Magie und Sprichwörter, sodass man sich ganz in der Welt verlieren kann. Erklärungen zur Welt werden stets an den richtigen Stellen geliefert und sind nicht überladen.

Besonders begeistert haben mich die Perspektivwechsel von Kapitel zu Kapitel, durch die man immer wieder verschiedene Charaktere begleitet und stets mit neuen Fragen konfrontiert wird. Rigoras und Piraras Suche nach Antworten führt sie zu den Mythen des Kontinents und der mittlerweile verbotenen Forschung ihrer Eltern. Sie ergänzen sich als Team optimal. Rigoras ist ein draufgängerischer Freigeist und Piara eine neugierige Leseratte. Es ist beeindrucken, wie Piara gestützt von Rigoras Freundschaft angesichts ihres jungen Alters und ihrer verzwickten Situation über sich hinauswächst. Ein Bonus ist dann noch Rigoras treuer Reisegefährte Truffles, ein riesiges Wildschwein, das mir sofort ans Herz gewachsen ist.

Aber auch Souta und Ineas sind besondere Charaktere. Ich finde es sehr interessant, wie verschieden sie mit der enormen Verantwortung, die seit dem Tod ihrer Eltern auf ihnen lastet, umgehen. Obwohl sie dasselbe Ziel verfolgen, ihre Familie zu schützen, haben die Zwillinge gänzlich verschiedene Wege eingeschlagen. Mit Hilfe von Rückblicken in ihre Kindheit kann man ihre Persönlichkeit verstehen und ihre aktuellen Handlungen nachvollziehen.

Am Ende sind die Fragen, die die Charaktere beschäftigen, noch nicht ganz gelöst, gesammelte Informationen müssen noch geteilt werden, damit sie ein ganzes Bild ergeben, und nicht alle Handlungsstränge sind bisher zusammengelaufen. Es ist damit ein spannender Auftakt einer Reihe, der Lust auf mehr macht. Meine Neugierde auf Band 2 ist auf jeden Fall geweckt. Zum Glück muss ich darauf nicht mehr lange warten!

5/5

3 Gedanken zu “May, Juliet – Askeria. Die letzte Generation [Rezension]

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