Kaufman, Amie, Kristoff, Jay – Aurora entflammt [Rezension]

Buchdetails

Ersterscheinung: 26.01.2022 | Verlag: Fischer Sauerländer | Genre: Science Fiction | Seiten: 528 | Einband: Taschenbuch | Preis: 15,00 € | Reihe: Aurora erwacht, Aurora erleuchtet |

Inhalt

„Wir alle sind Sklaven der Anziehungskraft.
Wir alle werden von ihr angezogen.
Zurück zu dem Ort, wo alles begann, und zu dem Ort, wo alles enden wird.“

Amie Kaufman & Jay Kristoff

Nach den Ereignissen auf Octavia III ist dem Squad 312 bewusst, dass das Schicksal der ganzen Galaxie auf seinen Schultern lastet. Allein Aurora, das Mädchen aus einer anderen Zeit, trägt den Schlüssel zur Bekämpfung des Ra’haam in sich.  

Meine Meinung

Auch dieses Mal konnte mich der Schreibstil von Kristoff und Kaufman wieder auf Anhieb mitreißen. Nervenaufreibende Action durchsetzt mit dunklem Humor in den unpassendsten Situationen – Wenn ihr mich fragt, genau die richtige Mischung!

Im Vergleich zu Band 1 hat „Aurora entflammt“ immer noch viele witzige Momente, die Grundstimmung ist aber deutlich ernster. Auf ihrer Flucht vor so gut wie jedem wird die Jagd nach Hinweisen zu einem actiongeladenen Abenteuer. Dabei entschlüsseln die Squad-Mitglieder auch nach und nach die Vergangenheit, auch wenn die Action immer noch zulasten des Worldbildungs im Fokus steht. Nichtsdestotrotz kann der Folgeband damit punkten, dass er wesentlich mehr überraschende Twists liefert. Na gut, es geht weiter mit absehbaren Verwandtschaftsenthüllungen, aber das ist seit Star Wars ja irgendwie schon ein Merkmal grandioser SiFi, oder? 

Die größte Stärke der Reihe ist für mich aber weiterhin die verrückte Zusammensetzung des Squad und sein Zusammenhalt. Hatte ich in Band 1 noch bestimmte Perspektiven klar präferiert, habe ich mich in diesem Band über jeden einzelnen gefreut. Alle Handlungsstränge und Charakterzüge sind für sich überzeugend. Finian war zwar schon immer mein Liebling, kann aber nochmal deutlich Punkten als es ihm gelingt, seinen arschigen Panzer hinter sich zu lassen. Endlich bekommt man mehr Einblicke in Zilas Innerstes und mit Saedii stößt ein neuer, interessanter Charakter dazu, der die Grenzen zwischen richtig und falsch weiter verschwimmen lässt. Aurora und Kal bekommen die Zeit zu zweit, die mir in Band 1 noch gefehlt hat. Die schönen Momente, die die beiden teilen, konnte mich aber leider nicht darüber hinwegsehen lassen, welche problematische Rolle Kal in der Beziehung einnimmt. Auroras Entscheidungen waren zwar weiterhin nachvollziehbar, aber leider häufig enttäuschend. Ich hoffe, in dieser Hinsicht kann der Abschlussband noch einmal nachlegen. 

Trotz aller Kritik muss ich aber sagen, dass ich das Abenteuer von der ersten bis zur letzten Seite geliebt habe. Noch gebe ich meine Hoffnung in Squad 312 nicht auf, denn „not all endings are endings“ oder? Ich bin gespannt, wie sie ihres im letzten Band umschreiben werden. 

4/5

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