Lane, Melanie – Von Blut & Magie. Die Verlorene Prinzessin [Rezension]

Rezensionsexemplar

Buchdetails

Inhalt

»Sagt mir, Hoheit, was ist eine Königin, ohne ihren König?«

»Historisch gesehen?« Ich schenkte dem Minister ein fröhliches Grinsen. »Mächtiger.«

Melanie Lane

Als Lilly ein merkwürdiges Angebot eines Kunden vollkommen aus der Bahn wirft, nimmt das Chaos, das ihr tristes Leben schon bald fundamental auf den Kopf stellen wird, erst seinen Anfang. Mitten in der Nacht wird sie aus ihrem Zimmer entführt und sieht sich wenige Stunden später mit der unglaublichen Tatsache konfrontiert, dass sie nicht nur einen Halbbruder hat, sondern auch rechtmäßige Regentin Alliandoans und der sieben Welten ist – einem fantastischem Universum, von dem sie noch nie gehört hat. Doch viel Zeit, sich mit ihrer neuen Rolle abzufinden, bleibt Lilly nicht, da ihr schon bald nur allzu bewusstwird, dass ihr großes Erbe auf Ungerechtigkeit beruht und Widerstand von allen Seiten droht.

Meine Meinung

Ich habe schon lange mal wieder ein fesselndes Fantasybuch für Zwischendurch gesucht und „Von Blut & Magie“ konnte mir diesen Wunsch vollkommen erfüllen. Ich habe es in einer Nacht verschlungen. Melanie Lane entführt ihre Leser in die Anderswelt, die bekannte Fantasywesen, Legenden und Glauben spannend vereint. Gemeinsam mit der Protagonistin Lilly lernt man diese erst Stück für Stück kennen, was meine Neugierde nur noch gesteigert hat. Einige der sieben Welten mit ihren eigenwilligen Regenten und Besonderheiten erkundet Lilly bereits in diesem Teil (die der Gestaltenwandler, Nephilim und Harpyien), einige bleiben ihr noch unzugänglich und werden vermutlich im Folgeband eine größere Rolle spielen

Lilly wird von Anfang an sehr nahbar, was nicht nur daran liegt, dass die Geschichte aus ihrer Perspektive erzählt wird, sondern auch daran, dass man als Leser einen ganz unverblümten Einblick in ihre Gedanken bekommt und sie in Gesprächen immer wieder ihre Schlagfertigkeit unter Beweis stellt. Im Vordergrund des Auftaktbandes stehen Lillys Beziehungen und Entwicklung – die Art, wie sie ihre Rolle und Verantwortung zu akzeptieren beginnt und durch ihre menschliche Perspektive Zweifel an den festgefahrenen Strukturen der Unsterblichen bekommt. Dass sich ihre politische Ausbildung eher im Hintergrund abspielt, hat mich nicht überrascht oder gestört. Nicht so gut gefallen hat mir nur, dass Lilly vieles, z.B. das Schließen von Freundschaften, plötzlich unglaublich leichtfällt und ihr Äußeres für meinen Geschmack deutlich zu oft thematisiert wird – häufig in Spiegelszenen, von denen ich leider auch einfach kein Fan bin.

Lillys Beziehung zum König der geheimnisvollen Assassinen Gilde nimmt einen großen Teil der Handlung ein und entwickelt sich sehr mitreißend. Lucian ist am Anfang etwas ruppig und grob, aber allein durch die Kommunikation in Gedanken erahnt man als Leser schnell, dass sich zwischen den beiden etwas anbahnen wird. Das Knistern zwischen ihnen ist schon früh spürbar und hält die Spannung durchgehend aufrecht. Interessant wird es dadurch, dass sich Lilly nicht von ihm einschüchtern lässt und ihm ganz offen und direkt ihre Meinung sagt. Ein Bonus ist auf jeden Fall auch die tiefe Freundschaft, die sich zwischen Lilly und dem Assassinen Duncan entwickelt. Ihn kann man nur ins Herz schließen.

Insgesamt ein mitreißender, kurzweiliger Roman voller Fantastik, Leidenschaft und unterhaltsamen Dialogen. Nach dem fiesen Cliffhanger am Ende kann ich den Folgeband kaum erwarten!

4/5

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