Black, Holly – Elfenthron [Rezension]

Buchdetails

Ersterscheinung: 25.05.2020 | Verlag: Cbj | Genre: Fantasy | Seiten: 325 | Einband: Hardcover | Preis: 18,00€ |Weitere Bände der Reihe: Elfenkrone; Elfenkönig |

Inhalt

„Ich habe mein Herz ein Leben lang behütet. Ich habe es so sehr abgeschottet, dass ich mich benehmen konnte, als hätte ich gar keins. Sogar jetzt ist es ein schäbiges, wurmzerfressenes und mürbes Ding. Aber es gehört dir.“

Holly Black

Jude hat schmerzhaft zu spüren bekommen, warum sie nie einem Elfen ihr Vertrauen schenken wollte. Während ihrer Verbannung in der Menschenwelt, treibt sie nur noch ein Ziel an, Rache für den Verrat zu nehmen und sich ihren Platz als rechtmäßige Königin zurück zu erkämpfen. Doch Cardans Herrschaft wird noch von einer ganz anderen Seite bedroht und Jude gerät schon bald zwischen die Fronten.

Meine Meinung

Der letzte Teil der Elfenkrone-Reihe hat im Gegensatz zu den beiden Vorgängerteilen keine Längen und konnte mich durchgehend fesseln. Der Schreibstil von Holly Black ist nach wie vor flüssig und einfach, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Die Handlung ist voll von Wendungen und Überraschungsmomenten. Leider passiert vieles Schlag auf Schlag, wodurch die Erzählung gehetzt wirkt und kein Raum für zentrale Gespräche zwischen den Charakteren bleibt.

Ich konnte dadurch auch im letzten Teil keine Beziehung zu den Figuren aufbauen. Der einzige Charakter, der fassbar wird, ist nach wie vor Jude, denn die Geschichte wird ja aus ihrer Perspektive erzählt. Ich mag es, dass sie ein schwierigen Charakter hat, mit dem man sich nicht so leicht identifizieren kann. Ihre Beziehung zu Cardan hat mich aber leider auch in diesem Teil eher verwundert als mitgerissen. Gespräche und Interaktionen zwischen den beiden kommen wieder einmal viel zu kurz, sodass nicht nachvollziehbar wird, warum sie überhaupt Gefühle füreinander entwickelt haben, geschweige denn von Liebe die Rede sein kann. Cardans kleine Rache an Jude hat ihn mir zum ersten Mal richtig sympathisch gemacht. Mich hat allerdings furchtbar gestört, dass er scheinbar eine interessante Entwicklung durchgemacht hat, von der man als Leser nur leider nichts mitbekommen konnte. Ich hätte mir auch gewünscht, mehr über Mordocs Charakter, Ziele und Beziehungen zu seinen Kindern zu erfahren. Dann hätte aus ihm ein spannenderer und vielseitigerer Gegenspieler werden können.  

Das Ende der Reihe ist zufriedenstellend, obwohl mich der Prolog, der noch einmal Judes Vertrauensprobleme aufzeigt, ein wenig enttäuscht hat. Ich bin also nicht wirklich traurig, dass ich die Reihe jetzt durchgelesen habe. Judes Geschichte und das chaotische Elfenreich haben viele interessante Seiten, aus denen man viel mehr hätte machen können.

3/5

Ein Gedanke zu “Black, Holly – Elfenthron [Rezension]

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